Psychotherapie für Kinder und Jugendliche in Wien

Wenn Ihr Kind Unterstützung braucht: einfühlsame therapeutische Begleitung im 15. Bezirk.

Kinder und Jugendliche zeigen seelische Belastung anders als Erwachsene. Manche ziehen sich zurück, andere werden laut, wieder andere funktionieren scheinbar perfekt, bis nichts mehr geht. In meiner Praxis in der Goldschlagstraße begleite ich junge Menschen dabei, wieder Boden unter den Füßen zu finden. Und ich begleite Sie als Eltern, die oft selbst nicht mehr weiterwissen.

Wann Kinder und Jugendliche Unterstützung brauchen

Nicht jede schwierige Phase braucht Therapie. Entwicklung verläuft in Wellen, und Krisen gehören dazu. Aufmerksam werden sollten Sie, wenn Belastungen über Wochen anhalten, sich verstärken oder den Alltag Ihres Kindes spürbar einschränken.

Bei Kindern zum Beispiel

  • Anhaltende Ängste, etwa vor der Schule, vor Trennung oder vor dem Einschlafen
  • Starker Rückzug oder häufige Wutausbrüche, die das Familienleben bestimmen
  • Körperliche Beschwerden ohne medizinischen Befund, etwa Bauch- oder Kopfweh
  • Einschneidende Ereignisse wie Trennung der Eltern, Verlust oder Mobbing

Das Minderwertigkeitsgefühl

  • Anhaltende Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit oder sozialer Rückzug
  • Schulverweigerung, Leistungsabfall oder ständiger Druck und Erschöpfung
  • Selbstzweifel, Probleme mit dem eigenen Körper oder dem Selbstwert
  • Konflikte zu Hause, die sich im Kreis drehen
Diese Liste ist nicht vollständig. Wenn Sie sich Sorgen machen, ist das allein schon Grund genug, sich zu melden. Im Erstgespräch klären wir gemeinsam, ob und welche Unterstützung passt.

Wie ich mit Kindern und Jugendlichen arbeite

Auch in der Arbeit mit jungen Menschen folge ich der Individualpsychologie nach Alfred Adler. Gerade bei Kindern und Jugendlichen wird ein zentraler Gedanke der Individualpsychologie besonders deutlich: Jedes Verhalten erfüllt eine Funktion – auch jenes, das Eltern manchmal ratlos macht. Ein Kind, das mit Wut, Rückzug oder Bauchweh „spricht“, teilt etwas mit, das es noch nicht in Worte fassen kann. Gemeinsam versuchen wir zu verstehen, welche Funktion dieses Verhalten erfüllt, welche Bedürfnisse dahinterstehen und wie es im Zusammenhang mit der Lebensgeschichte des Kindes Sinn ergibt.

Ich arbeite mit Kindern und Jugendlichen aller Altersstufen. Je nach Alter und Entwicklungsstand gestaltet sich die Therapie unterschiedlich. Mit Kindern arbeite ich spielerisch, denn das Spiel ist ihre natürliche Ausdrucksform. Dabei nutze ich – je nach Anliegen und Entwicklungsstand – unterschiedliche therapeutische Materialien wie Spielfiguren, Handpuppen, Mal- und Gestaltungsmaterialien, Symbol- und Gefühlskarten sowie Rollenspiele. Diese ermöglichen es Kindern, Gedanken, Gefühle und innere Konflikte auszudrücken, für die oft noch die passenden Worte fehlen.

Mit Jugendlichen steht das Gespräch stärker im Vordergrund. Mir ist wichtig, ihnen mit Offenheit, Wertschätzung und echtem Interesse zu begegnen und einen vertrauensvollen Rahmen zu schaffen, in dem ihre Themen, Fragen und Gedanken Platz haben. Die Stunden orientieren sich an dem, was den jungen Menschen gerade beschäftigt und was er in diesem Moment braucht.

Kinder und Jugendliche erhalten in der Therapie einen geschützten Raum, in dem ihre eigenen Themen, Gedanken und Gefühle Platz haben. Dabei unterliegt die therapeutische Arbeit der Schweigepflicht. Die Therapiestunden sind dabei dem Kind oder Jugendlichen und seinen persönlichen Themen gewidmet. Gleichzeitig sind Eltern und Bezugspersonen wichtige Begleiter im Prozess. Je nach Alter und Anliegen finden daher in regelmäßigen Abständen Elterngespräche statt, um Entwicklungen zu besprechen, Zusammenhänge besser zu verstehen und die weitere Unterstützung gemeinsam abzustimmen.

Meine Qualifikation für diese Arbeit

Ich bin eingetragene Psychotherapeutin (Berufsliste des Gesundheitsministeriums) und vertiefe meine Arbeit derzeit durch die spezialisierte Weiterbildung in Säuglings-, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Erfahrung mit jungen Menschen bringe ich außerdem aus meiner Tätigkeit bei der Österreichischen Autistenhilfe mit. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erfolgt eingebettet in die laufende Weiterbildung und unter deren fachlicher Begleitung.

Du bist zwischen 14 und 18 und liest das selbst?

Vielleicht schläfst du schlecht, der Druck in der Schule belastet dich, zu Hause gibt es häufig Konflikte oder du fühlst dich leer und weißt nicht genau, warum. Du musst deine Gefühle oder Probleme nicht schon verstehen oder erklären können, um dir Unterstützung zu holen.

In der Therapie geht es um dich und das, was dich beschäftigt. Du entscheidest mit, worüber wir sprechen. Was du erzählst, unterliegt der Schweigepflicht und wird vertraulich behandelt – persönliche Inhalte aus den Gesprächen werden nicht an deine Eltern weitergegeben.

Wenn du 14 Jahre oder älter bist, kannst du selbst entscheiden, ob du eine Psychotherapie beginnen möchtest. Deine Eltern können – wenn es sinnvoll ist – als wichtige Unterstützung in den Prozess einbezogen werden.

Welche Rolle Sie als Eltern spielen

Die Therapie verstehen

Eine Therapie mit Kindern und Jugendlichen funktioniert nur gemeinsam mit Ihnen. Sie kennen Ihr Kind am längsten, Sie bemerken Veränderungen im Alltag zuerst, und Sie tragen den Rahmen, in dem Therapie überhaupt stattfinden kann. Gleichzeitig braucht Ihr Kind einen Raum, der ihm allein gehört. Wie beides zusammengeht, erkläre ich Ihnen hier.

Das Erstgespräch führen wir gemeinsam

Wie der erste Termin abläuft, hängt von der Situation ab. In der Regel kommen Sie als Bezugspersonen gemeinsam mit Ihrem Kind. Wir klären, worum es geht, was Ihnen aufgefallen ist und was sich verändern soll. Je nach Alter nehme ich mir danach einen Teil der Stunde für Ihr Kind allein, sofern es das möchte und zulässt. Niemand muss in diesem Gespräch etwas erzählen, wozu er nicht bereit ist.

Elterngespräche in regelmäßigen Abständen

Etwa nach jeder fünften Therapiesitzung ist ein Elterngespräch vorgesehen. Darin ordnen wir ein, was sich zeigt, besprechen Entwicklungen und stimmen ab, wie Sie zu Hause unterstützen können. Diese Gespräche sind kein Bericht über Ihr Kind. Ich gebe keine Inhalte aus den Sitzungen weiter, sondern spreche über den Verlauf im Großen. Elterngespräche werden als eigene Einheit verrechnet.

Der Rahmen einer Stunde

Eine Einheit dauert 50 Minuten. Die letzten fünf bis zehn Minuten gehören dem gemeinsamen Aufräumen. Das klingt nebensächlich, ist aber Teil der Arbeit. Es beendet die Stunde in Ruhe, gibt Struktur und hilft Ihrem Kind, den Übergang zurück in den Alltag zu finden.

Häufige Fragen von Eltern

Ich arbeite mit Kindern und Jugendlichen aller Altersstufen. Je nach Alter und Entwicklungsstand gestaltet sich die Therapie unterschiedlich.

Die Einheit kostet 120 Euro (wie bei Erwachsenentherapie), die Einheit dauert 50min wobei 5-10min am Ende dem gemeinsamen Aufräumen dienen.

Nein. Sie brauchen keine Diagnose und keine Überweisung, um sich zu melden. Für den Kassenzuschuss ist lediglich eine ärztliche Bestätigung vor der zweiten Sitzung nötig, wie bei Erwachsenen auch.
Die Inhalte der Sitzungen sind vertraulich, auch gegenüber Eltern. Das schützt das Vertrauen Ihres Kindes und damit die Wirkung der Therapie. Über den Verlauf im Großen halte ich Sie in Elterngesprächen auf dem Laufenden, und bei einer Gefährdung Ihres Kindes informiere ich Sie selbstverständlich.

Der erste Schritt ist oft der schwerste. Machen Sie ihn.

Ob Sie als Eltern anfragen oder als Jugendliche oder Jugendlicher selbst: Eine kurze Nachricht genügt. Wir vereinbaren ein Erstgespräch und schauen gemeinsam, was Ihr Kind oder du gerade braucht.